Die gemeinnützige Stiftung in Ramsen

Über uns

Am nördlichen Dorfrand von Ramsen SH, unweit der deutschen Grenze, liegt in malerischer Umgebung das Haus "Zum Kranz".

Hier lebte der Schaffhauser Bauer, Maler und Entwicklungshelfer Joseph Gnädinger - bekannt als "Seppel".

Heute ist das Haus Sitz der gemeinnützigen Stiftung Joseph Gnädinger. Es beherbergt die gleichnamige Galerie zum Kranz und das zum Schauraum umgestaltete Werkatelier des Künstlers.

Im Haus zum Kranz wird das umfassende künstlerische Erbe von Joseph Gnädinger aufbewahrt und im Wechsel mit Gastausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region dem Publikum geöffnet.

Joseph Gnädinger war ein sehr produktiver Maler und hinterliess viele Werke.
Heute befinden sich noch rund 500 Ölbilder im Besitz der Erbinnen und Erben. Inventarisiert sind zusätzlich weitere 2500 Arbeiten auf Papier.

Die Stiftung will einen Teil des Nachlasses mit Werken, welche einen Überblick über das Schaffen Joseph Gnädingers geben und die auch eine Bedeutung für die Familie haben, als Sammlung im Atelier in Ramsen belassen. Die übrigen Bilder werden sukzessive ausgestellt und verkauft - zugunsten Not leidender Menschen und ärmerer Länder in Afrika, wie Seppel sich das immer gewünscht hat.

Direktlinks:

News

Ausstellung von Antonio Zecca
, Silvan Hürlimann
  • In der Herbstausstellung im Kranz werden Werke des Singener Künstlers Antonio Zecca ausgestellt.

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Nächste Termine

Wann Betreff
Sa 17.09.2022 -
So 16.10.2022
Ausstellung Antonio Zecca: Einblick - soweit das Auge reicht
Galerie zum Kranz, Ramsen, Die Kuratoren der Galerie zum Kranz in Ramsen freuen sich mit einer Einzelausstellung des Singener Künstlers Antonio Zecca...
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Das Haus zum Kranz

"Es ist nicht einfach, die Buttelestrasse 221 auf Anhieb zu finden. Ortsunkundige suchen das alte Bauernhaus lange in diesem Hegaudorf, dessen Kern aus lauter schiefwandigen, mehr als dreihundert Jahre alten Häusern besteht. Ramsen, das schaffhauserische Grenzdorf im Osten des Kantons, zählt etwas mehr als tausend Einwohner und neun Restaurants.

Viele Ramser sind Bauern, Handwerker, Kleingewerbler.

Möchte man also an die Buttelestrasse 221 gelangen, so ist es besser, nicht nach der Adresse zu fragen, sondern nach dem Namen Seppel. Er heisst Gnädinger und eigentlich Josef, aber niemand, der ihm schon einmal begegnet ist, ruft ihn so. Schon gar nicht die Ramser, die Fremden meist lachend den Weg zum äussersten Zipfel des Dorfes, zu Seppel, dem Kunstmaler, weisen. Er lebt dort, wo der Blick auf die weite, sanft hügelige Hegauebene frei ist, wo der deutsche Hohentwiel nicht weit entfernt in den Himmel ragt, wo die Städte Rielasingen, Gottmadingen und Singen durchaus zur Nachbarschaft zählen.

 

 

In den dicken Tuffsteinmauern des Hauses zum «Kranz», das sich wie versteckt hält hinter alten Holundersträuchern, liegt die Geschichte einer ganzen Familie verborgen. Kinder sind hier zur Welt gekommen, alte Menschen in der Stubenkammer gestorben, Flüchtlinge, die in den beiden Weltkriegen über die Äcker gezogen sind, haben im «Kranz», der einst sogar eine Weinschenke war, Unterschlupf gefunden. Wein und Most wurden an Wanderer ausgeschenkt, die von weither nach Ramsen kamen, das Dorf am Zwiebelturm der katholischen Kirche erkannten. Seit 144 Jahren steht das Haus zum «Kranz». Heute lebt eine junge Familie der dritten Generation im oberen Stock. Die alte Stube im Erdgeschoss ist Sitz der Stiftung und Treffpunkt der Familienmitglieder. 

Hier im unteren Bibertal scheint es oft, als sei die Zeit längst stehengeblieben. Kaum ein lautes Geräusch durchdringt die Ruhe ums Haus. Auf dem Bänklein zwischen Haustüre und Galerieeingang, wo einst die Scheune und der Kuhstall standen, streift man jedes Gefühl der Hektik, jeden lästig-drückenden Gedanken ab. In klaren Nächten erhellt nur das Sternenmeer die Erde in ihrem Kleid."

 aus dem Buch "Begegnungen mit dem Maler Josef Gnädinger" von Angelika Ramer, Meier Verlag SH, 1994

Kunst und Galerie

Die Galerie zum Kranz befindet sich in Ramsen, einem Dorf im Kanton Schaffhausen direkt an der Grenze zu Deutschland. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick hinaus in die weiten Ackerfelder und vulkanisch geprägten Hügeln des Hegau. Die Galerie ist Teil eines Ensembles, zu dem auch ein grosser Garten, das ehemalige Wohnhaus und das Atelier des Malers Joseph Gnädinger (1919 − 2000) gehört. Der Galerieraum befindet sich im ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Hauses und erstreckt sich über drei Stockwerke.

Seit 2002 zeigt die Galerie jährlich zwei bis drei Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen aus der Region. Das Lebenswerk des Malers Joseph Gnädinger wird anhand von Einzelausstellungen gezeigt und gewürdigt. Verantwortlich für die Galerietätigkeit sind seit 2022 Silvan Hürlimann, Susanne Weckerle, Stefano Mengarelli und Rafael Gnädinger. Rebekka Gnädinger und Otmar M. Gnädinger betreuen den Nachlass von Joseph Gnädinger.

Die Galerie zum Kranz ist Teil der Stiftung Joseph Gnädinger, welche im Jahr 2000 aufgrund testamentarischer Verfügung des Künstlers gegründet wurde. Weitere Informationen zu den Galerietätigkeiten finden Sie unter www.galeriezumkranz.ch

Projekte in Togo

Während 17 Jahren, zwischen 1965 und 1982, als Joseph (Seppel) Gnädinger in Afrika lebte, bestand ein direktes Band zwischen seiner ersten und seiner zweiten Heimat in der Savannenprovinz des westafrikanischen Staates Togo. Er empfing oft Gäste aus der Schweiz im Dorf Bombouaka, wo er lebte und einige seiner afrikanischen Freunde haben Ramsen gesehen.

Diese Beziehungen nutzt die Stiftung heute, um ihre begrenzten Mittel weiterhin im Sinne des Stifters direkt dorthin zu leiten, wo Projekte mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln von der Bevölkerung selber realisiert werden können.

Für die Koordinierung der Aufgaben und die Verwendung der Stiftungsgelder ist das „Comité de Gestion et de Suivi des Fonds de la Fondation Joseph Gnädinger“ in Bombouaka zuständig, als Berater fungieren Seppels Freunde, unter ihnen Abbé Augustin Namounou, Generalvikar der Diözese Dapaong.